First Class Reise

Alanya - die perfekte Symbiose zwischen Geschichte, Kultur und Tourismus

11 Nov, 2018

Alanya, eine Stadt mit Geschichte

Der Ort Alanya ist mit einer Einwohnerzahl von schätzungsweise 285.000 ein Badeort an der türkischen Riviera und umfasst eine Fläche von 2.751km². Sie ist die Hauptstadt des Landkreises im Osten der Provinz Antalya.

Alanya oder Ala-iya?

Den Namen Alanya trug der Ort nicht immer. Früher war die Stadt nach dem damaligen seldschukischen Sultan, Alaeddin Kai Kobad I. benannt, somit trug sie den Namen Ala-iye. Nach dem Niedergang des seldschukischen Reiches wurde das Gebiet dem Osmanischen Reich angegliedert. 1571 gehörte der Ort zu Zypern und trug den griechischen Namen Korakesion. Im Jahr 1864 befand sich die Stadt wieder im Besitz von Konya und erst 1933 erhielt sie von Kemal Atatürk einen anderen Namen, und zwar Alanya.

Die Bevölkerung von Alanya

Alanya ist hinter den Städten Muratpasa und Kepez der drittgrößte Landkreis. In den Jahren 2012 und 2013 gab es einen starken Bevölkerungsanstieg von ca. 170.000. Der Grund für das starke Wachstum liegt bei der Gebietsreform, die besagt hat, dass die kleineren Ortschaften zu einer Ortschaft zusammengefasst werden sollen. So ist das Bevölkerungswachstum um rund 164 % angestiegen. Zur türkischen Bevölkerung gehören mittlerweile auch deutsche dazu. Viele Türken, die aus dem Mittelmeerraum kommen, nennen Alanya auch deshalb Almanya (zu Deutsch: Deutschland).

Tourismus

Die Stadt empfing 2012 mehr als 50.000 deutsche Urlauber. Besucher des Ortes können sich auf verschiedenste Freizeitmöglichkeiten freuen. Das Angebot reicht von Bootstouren bis Gleitschirmfliegen oder auch Besichtigungstouren hin. Auf Wassersportmöglichkeiten, wie Tauchen oder Segeln, muss man aber auch nicht ausschließen. Denn jedes neue Erlebnis ist auch ein Erlebnis fürs Leben. Ein etwas ruhigeres Erlebnis wäre ein ganz besonderer Besichtigungsort, der Burgberg von Alanya, der unübersehbar über die Klippen ins Meer vor der türkischen Riviera hinausragt und gleichzeitig eine Heimat für verschiedene Völker war. Griechen, Römer oder auch Osmanen lebten auf ihr. Somit sollte die Burg bzw. die Klippe auch auf jeden Fall zum Ausflugsprogramm dazugehören.

Sehenswürdigkeiten mit Hintergrund

Ein weiteres historisch wichtiges Monument ist der rote Turm, der auch Kizil Kule genannt wird. Der Turm ist ein bildhafter Ausdruck von Alanya und wurde bereits im 13. Jahrhundert, zum Schutze des Hafens und der Schiffswerft, erbaut. Der monumentale Bau ist eines der vielen Beispiele für die seldschukische Baukunst und gilt damit als das Emblem Alanyas. Wer genug von Burgen hat, kann in der Damlatas Höhle, die übrigens bei Hafenarbeiten entdeckt worden ist, vorbeischauen. Die Höhle hat einen positiven Einfluss auf den Bekanntheitsgrad der Stadt gehabt. Viele türkische Medien haben über die Damlatas Höhle berichtet und Bilder aus dem Inneren veröffentlicht, so hatten auch diejenigen eine Chance, die nicht in der Lage waren, die Höhle zu besuchen. Asthmatikern werden sogar unter Aufsicht von Ärzten Therapiekuren in der Höhle verschrieben, da die Luft den perfekten Anteil an Feuchtigkeit, Stickstoff und Sauerstoff hat. Daher könnte es sogar gesundheitsfördernd sein, mal einen Abstecher in die Höhle zu machen. Sollte der Urlaub in Sommer geplant sein, ist die Höhlenluft auch eine gute Abkühlung.

Erlebnis mit Kultur

Nach den ganzen Besichtigungen der verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Monumenten kann man es sich in einem türkischen Hamam gut gehen lassen. In Alanya gibt es einige Hotels, die diese Art von Wellnessbehandlung anbieten. Der Ablauf gestaltet sich aber anders, als die meisten es kennen. Zuerst wird man in einen ca. 45-50 Grad Celsius warmen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit geführt. Dieser Raum dient erstmal zur Entspannung, bevor es richtig losgeht. Der zweite Raum, in den man geführt wird, nennt sich der ,,warme Raum‘‘. Im ,, warmem Raum‘‘ wird der Körper erst einmal auf Hochtouren gebracht, das bedeutet, dass der Körper anfängt zu schwitzen. Sobald dieser Punkt erreicht ist, wird man von einem Mitarbeiter im Hamam traditionell gewaschen und gleichzeitig massiert. Sollte die ,,Hamamwäsche‘‘ nun endlich abgeschlossen sein, so werden die Gäste in einen letzten etwas kühlen Raum gebeten, um die bei der warmen Luft geöffneten Poren wieder zu schließen. Neben diesen Ausflugsmöglichkeiten gibt es natürlich viel mehr Möglichkeiten seinen Urlaub zu gestalten.