Viva Colonia: die Geschichte der Stadt zur Zeit der Römer
Als die heute mit 1,75 Millionen Einwohnern größte Stadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen im Jahr 19 vor Beginn unserer Zeitrechnung von dem römischen Feldherrn und Politikers Marcus Vipsanius Agrippa gegründet wurde, handelte es sich lediglich um eine kleine Siedlung für das germanische Volk der Ubier am linken Rheinufer. Der damalige Siedlungsplatz befand sich auf einem vor Hochwasser geschützten Hügel im Bereich des heutigen Alten Markts. Der Ort profitierte in der Folgezeit von der geografisch günstigen Lage am Handels- und Transportweg Rhein. Die Anbindung an die Fernstraßen nach Bitburg, Trier und Lyon sorgte ebenfalls für schnelles Wachstum und steigenden Wohlstand. Mit der Errichtung des großen Altars „Ara Ubiorum“ um das Jahr 0 wurde die Siedlung zur Basis für die geplante, nach der verlorenen Schlacht im Teutoburger Wald jedoch aufgegebenen Eroberung des rechtsrheinischen Germaniens. Die zunächst offiziell zur römischen Kolonie und im Jahr 50 nach Christus auch zur Stadt erhobene Siedlung „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ blieb als Standort einer Garnison und der Rheinflotte „Classis Germanica“ aber bis zur Eroberung durch die Franken und dem Ende der römischen Herrschaft im fünften Jahrhundert strategisch sehr bedeutsam. Beeindruckende Überreste römischer Bauwerke können heute in der gesamten Innenstadt besichtigt werden.